Im dicht gefüllten violetten Terminkalender stand nun das Heimspiel gegen den FC Pinzgau auf dem Programm, das nebenbei bemerkt das letzte Meisterschaftsspiel diese Saison sein sollte, welches an einem Samstag stattfindet. Die Austria konnte das Salzburgerderby gegen unsere Kollegen aus den Bergen vor einer mageren Zuschauerkulisse mit 3-1 für sich entscheiden, was aber wohl eher auf das Unvermögen der Gäste, als auf das eigene Können zurückzuführen ist.
Obwohl die sportliche Leistung in den letzten Partien nicht berauschend war, konnte man den frischen Wind von acht ungeschlagenen Pflichtspielen in Folge am Mitwoch darauf ins nahegelegene Grünau mitnehmen, wo sich ein ordentlicher Teil der violetten Fangemeinde zum regionalen Pokalspiel einfand. Ein lockeres 5-0 bescherte uns den, seit der Neugründung erstmaligen, Einzug ins SFV-Cup-Finale, wo unsere Freunde aus Nonntal schon sehnsüchtig auf uns warten.

Während es in der Meisterschaft um nichts mehr geht, beginnt es abseits des Rasen immer mehr zu brodeln. In Kürze wird es an dieser Stelle mehr zu diesem Thema geben.

Früh am Morgen am Tag der Arbeit machte sich ein gut gefüllter Bus der FV unter dem Motto „copACABana“ auf den Weg nach Vorarlberg. Nach fünf Stunden Fahrt erreichte man das Stadion Schnabelholz, in dem sich an diesem späten Nachmittag ungefähr 150 Schwerverbrecher aus Salzburg einfanden. Zu Spielbeginn wurde seitens der Curva Viola ein sehenswertes Intro präsentiert, an welchem auch unsere Gruppe tatkräftig mitwirkte. Sowohl dieses Intro als auch das Spruchband zu Beginn der zweiten Spielhälfte thematisierten den überzogenen Polizeieinsatz bei unserem letzten Gastspiel in Altach. Sportlich gesehen zählte auch dieses Auswärtsspiel nicht zu den Highlights der Saison, was allerdings aufgrund des späten Siegestreffers nicht weiter von Bedeutung ist. Trotz der relativ wenig mitgereisten Austrianer war die Stimmung aufgrund einer sehr hohen Mitmachquote im Auswärtssektor durchaus zufriedenstellend und explodierte förmlich nach dem entscheidenden Schlusspunkt in der 91. Minute. Nach dem Abpfiff und der obligatorischen Welle verabschiedete sich die Mannschaft in Richtung Kabinengang, verließ diesen aufgrund der Forderung der Curva Viola noch einmal um gemeinsam mit ihr den Sieg zu feiern.
Als einziger Wermutstropfen bleibt an diesem Tag zu erwähnen, dass die Fanpolizei nach Ende des Spiels glaubte willkürlich persönliche Daten von vermeintlichen Verbrechern aufnehmen zu müssen, was zu einer kurzen Schubserei führte.
Mit unsachlichen Medienberichten nach solchen Banalitäten können wir mittlerweile umgehen – doch dass auch von offizieller Seite des Vereins in unsere Richtung geschossen wird, gibt uns zu denken. Vor allem sollte dies nicht durch den sportlichen Leiter geschehen, der in diesem Zusammenhang seine Kompetenzen überschreitet.

Danke Lukas Wührer – YOU MADE OUR DAY

…hatte der Nachmittag in Maxglan als der SC Bregenz zu Gast war. Sommerwetter, gegnerische Fans, eine Hassfigur auf dem Rasen in den Reihen der Gegner und ein, nennen wir es mal, Happy End.

Gut gelaunt, aufgrund der letzten gelungenen Aktionen unserer illustren Gemeinschaft, wurde bei herrlich sommerlichen Bedingungen unsere Anlage betreten. So herrlich sommerlich, dass wir stolz und ohne eine Lungenentzündung zu riskieren unsere neue „5-Jahres-Textil-Kollektion“ ausführen konnten.

Auch wenn es nur etwas mehr als das Fassungsvermögen einer Biertischgarnitur waren, haben sich auch dieses Mal wieder Gäste im Auswärtssektor eingefunden. Mit einem kleinen Anti TFV Intro machten sich diese sogar optisch bemerkbar. Wir stehen mit unsrer Meinung also doch nicht ganz alleine da.

Besondere Aufmerksamkeit verschaffte sich an diesem Nachmittag ein gewisser Herr Gomes. Schon wegen einer Unsportlichkeit mit gelb verwarnt, streckte er kurze Zeit später Hirsch mit einem brutalen Foul nieder. Warum der Schiri nicht gelb-rot zeigte, bleibt wohl sein Geheimnis. Grausam wie der Fußball ist, netzt Besagter eine Minute später zum 1:0 für die Gäste und dreht mit seinem Torjubel den Puls der Curva Viola auf 180. Nachdem Gomes wenig später absolut zurecht vom Platz flog, beruhigte sich die aufgeheizte Atmosphäre wieder ein wenig und man konzentrierte sich wieder auf den gepflegten Support. Nach der beeindruckenden zweiten Halbzeit in Seekirchen, wurde an diesem Samstag klar, dass die violette Kurve endgültig von ihrem Winterschlaf erwachen konnte.
Trotz des ordentlichen Supports bis zur Schlussminute, machte sich dann doch etwas Ratlosigkeit breit. Obwohl durch den Ausgleichtreffer in letzter Minute die positiven Emotionen überwiegten, täuscht das Ergebnis über eine sehr schwache Leistung unserer Violetten hinweg, die ohne Vujic gegen zehn Bregenzer kaum zwingende Chancen herausgespien konnten. Sowohl im Angriff als auch in der Verteidgung gibt es offensichtlich noch einige Baustellen zu bewältigen.

Trotz relativ niedriger Temperaturen war das Interesse der violetten Fangemeinde am SFV-Cup-Hochsicherheitsspiel in Altenmarkt unter der Woche verhältnismäßig groß. Ohne großartigen sportlichen Anreiz wurde seitens der Austria ein solider 6-1 Sieg abgeliefert. Was man an dieser Stelle positiv anmerken muss, ist die Gastfreundlichkeit der ansässigen Ureinwohner, die allerdings nicht über die negative Grundeinstellung der Polizei in unsrem eigenen Bundesland uns gegenüber hinwegtäuschen soll. Vier Tage später fand sich die Curva Viola im nahegelegenen Seekirchen ein und fiel vor allem in der zweiten Halbzeit mit anständigem Support positiv auf. Sportlich konnten wieder einmal keine nennenswerten Akzente gesetzt werden, und so war am Ende ein etwas glückliches Unentschieden zu verzeichnen. Zudem bleibt für viele Austrianer weiter die Frage bestehen, wie lange noch an einem Torwart festgehalten wird, der sich Woche für Woche Fehler erlaubt, die einem ehemaligen Profi einfach nicht unterlaufen dürfen.

Nicht nur die Tatsache, dass es nach einem halben Jahr das erste Heimspiel unsrer Mannen in violett war, sondern viel mehr der Umstand, dass wir eben dieses nutzten um der Öffentlichkeit unser 5-jähriges Bestehen kund zu tun, machten es zu einem besonderen Spiel. Stilgerecht wie es in unseren Kreisen üblich ist zeigten wir dies mit einer Choreographie, die sich durchaus sehen lassen konnte.

Ein halbes Jahrzehnt ist es jetzt also her… Seit fünf Jahren reisen wir als Fraternité für unsere Austria von Fußballplatz zu Fußballacker zu Fußballstadion zu Bauernwiese. Viel gesehen, viel erlebt, viel gelacht… ja es klingt abgedroschen, aber man könnte durchaus ein Buch mit dem Erlebten füllen. Der Buchhändler unseres Vertrauens hätte wohl Probleme, es in die richtige Abteilung zu stellen. Abenteuer? Horror? Märchen? Komik? Porno? Es wäre nicht zu kategorisieren. Eines ist jedoch klar: Wir lieben was wir da machen. Dass hierbei durchaus einiges richtig ist, zeigt uns die Wertschätzung die uns mittlerweile entgegengebracht wird. Es war harte Arbeit und viel Geduld nötig bis zu diesem Punkt. Klingt vielleicht übertrieben aber all jene, die Mitglied eines Fanclubs sind, wissen vermutlich wovon wir sprechen. An dieser Stelle ein riesen Dank an die Personen die Tag um Tag für Ordnung in unserem Chaos bemüht sind. Mediator, Eventmanager, Reiseveranstalter, Psychiater um nur einige Berufsgruppen zu nennen die von euch ausgeübt werden.

Wir wissen nicht was die Zukunft bringt, ob die Welt heuer noch untergeht oder ob die Austria irgendwann den Schritt dahin zurückschafft wo wir hingehören… Fest steht allerdings, dass durch das F und das V Bände entstanden sind die nicht mehr zu trennen sind.

F.oreV.er – Danke Jungs

Fußballgespielt wurde an diesem Nachmittag übrigens auch noch. Die Austria beschenkte uns mit einem souveränen 4:0 gegen St. Johann. Der 3. Sieg und der 3. Doppelpack in Folge von Marko Vujic lassen uns wieder mit mehr Zufriedenheit auf die Tabelle blicken.

Abschließen möchten wir das Ganze mit einem Zitat, dessen Inhalt nicht für jedermann verständlich sein wird aber dennoch dem Hauptakteur, sollte er es lesen, zu denken geben sollte.

„Wer anderen in die Suppe spuckt ist Schmied und muss die Konsequenzen tragen“ oder so ähnlich…

PS. Danke an alle Gratulanten

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11. April 2012

.. die neuen Pickerl der Fraternité.
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Nach einem ewigen Hin und Her zeigte man sich in Innsbruck gnädig und ließ unsere Austria schlussendlich doch an der Fennerkaserne antreten.
Großzügig, wie unsere Tiroler Freunde nun einmal sind, sicherten sie dem violetten Anhang gleich 200 Eintrittskarten zu. Dass dieses Kontingent unsererseits nicht ausgenutzt wurde, ist eine andere Geschichte.
Für die wenigen Austrianer, die sich an diesem Wochenende nach Innsbruck verirrt hatten, bot sich ein doch sehr ungewöhnliches Bild für ein Regionalligaspiel dieser Größenordnung: Ein peinlich übertriebenes Polizeiaufgebot und ein Ordnerdienst, der für interessante Erfahrungen mit Schuhdurchsuchungen sorgte. Im Hinblick auf die Menge an faustgroßen Steinen im “Auswärtssektor” sorgten diese Maßnahmen für den ein oder anderen herzhafter Lacher an diesem bewölkten Nachmittag in Tirol.
Ein sportliches Highlight bekamen wir wie erwartet nicht zu sehen. Ein wichtiger 2-1 Sieg ließ uns über diese Tatsache aber schnell hinwegsehen.
Nicht nur für die Austria war dieser Sieg wichtig, sondern auch für den sportlichen Gedanken, der in Innsbruck anscheinend öfter mal vergessen wird. Union Innsbruck hat mit seinem lächerlichen und unprofessionellen Verhalten nichts in der Regionalliga West zu suchen und muss so schnell wie möglich raus aus dieser Liga. Dass in der dritthöchsten Leistungsklasse überhaupt darüber diskutiert werden muss, ob ein Fußballspiel stattfinden kann oder nicht, stellt für uns ein Armutszeugnis für den betroffenen Verein, den TFV und den gesamten ÖFB dar.
Und der Versuch, dem violetten Teil Salzburgs die Schuld in die Schuhe zu schieben (Achtung Wortspiel), zielt einzig und alleine darauf ab, die eigene Unfähigkeit zu vertuschen.
Doch nicht nur diese Umstände sorgten für Kopfschütteln und Entsetzen in unseren Reihen. Das Verhalten der Polizei an diesem Wochenende kann und darf in dieser Form nicht hingenommen werden. Ob in Salzburg, Innsbruck oder Klagenfurt:
GEGEN POLIZEILICHE WILLKÜR UND REPRESSION

Neulich an der Bar..

31. März 2012

..in unserem Stammbeisl konnten wir folgende Diskussion der beiden Austrianer A.C. und A.B. (Namen der Redaktion bekannt) belauschen.

A.C.: Wahnsinn, wie geil war denn das Derby gegen die Jungrinder? Fast 4000 Austrianer, ein Corteo bei dem jeder rumböllerte und Pyro zündete, dass es eine Freude war…

A.B.: Naja ich weiß nicht. Wenn ohne Rücksicht auf Verluste in den eigenen Reihen Böller und Pyrotechnik herumgeschmissen werden, finde ich das nicht mehr so lustig. Und dass der Corteo nicht gemeinsam sein Ziel erreicht ist doch etwas bedenklich. Da gefiel mir die familiäre Atmosphäre in Oberndorf gegen Hall schon besser. Wenn man, ohne sich zu vermummen und gemütlich auf der Werbebande sitzend, seine Bengalen zünden kann. Und dass bei diesem Spiel plötzlich wieder alle aus ihren Löchern kriechen und dann auf Kosten derer, die immer da sind, die Sau rauslassen finde ich auch etwas respektlos…

A.C.: Aber geh, die Böller gehören dazu und bei der Masse kann es schon mal vorkommen, dass ein Teil falsch abbiegt oder sich ein bisschen daneben benimmt. Außerdem ist es ein Traum mit so vielen Leuten wieder einmal in einem richtigen Stadion zu stehen. Ist mir doch egal wenn viele davon sonst so gut wie nie zur Austria kommen. Hauptsache bei den wichtigen Spielen sind sie alle da. Noch dazu wenn man so in der Auslage steht und jedem zeigen kann wie gut unsere Kurve immer noch ist wenn es darauf ankommt. Ganz groß waren die zwei Burschen die den Oberrang auf der Süd aufgeräumt haben. Hat nur noch ein Ernst zu nehmendes Gegenüber auf der anderen Seite des Spielfeldes gefehlt und ich hätte glauben können wir sind wieder in der Bundesliga…

A.B.: Ja das schon, aber willst du überhaupt unter diesen Umständen und mit all den Begleiterscheinungen wieder in diese Bundesliga? Das Einzige was mir fehlt sind die gegnerischen Kurven, ansonsten geht mir diese Schweinsliga echt am Arsch vorbei. Wie gesagt, ich stehe irgendwie auf diese Dorfplätze. Hab mich wahrscheinlich in den letzten 5 Jahren schon daran gewöhnt. Fernab von den Bundesligastadien, mit massig Polizei und Ordnern, kann man doch viel mehr Spaß haben. Zum Gegenüber am Sonntag möchte ich eigentlich gar keine Worte verlieren außer das ich dir den Link http://goo.gl/3VPL6 ans Herz legen möchte. Ich finde da wird ganz gut beschrieben was sich „da drüben“ abgespielt hat…

A.C.: Ja ein bisschen verstehe ich dich ja. Wenn man beim Einlass jeden Doppelhalter und jedes Spruchband herzeigen muss, nur weil sich irgend so ein Arschloch wichtig macht, kann einem wirklich die Lust vergehen. Noch dazu wenn dann massig Material, in das man viel Zeit und Geld investiert hat, vor der Tür bleiben muss. Trotzdem, wie sich das erste Mal die ganze Kurve inklusive der Ost akustisch bemerkbar gemacht hat war einfach herrlich!

A.B.: Apropos „Lust vergehen“: Bei dem Gekicke unserer Mannschaft vergeht mir auch ein bisschen die Lust. Den Willen kann ich ihnen ja gar nicht absprechen, aber es kommt irgendwie so rüber als ob kein Plan dahinter stehen würde. Da gibt es noch viel zu tun…

A.C.: Ja, gegen die Jungrinder hat es wirklich übel ausgesehen. Bei aller Abneigung gegen diese Bastarde, aber die haben uns aussehen lassen wie eine Altherrenmannschaft. Und am Samstag gegen den abgeschlagen Letzten in unserer Liga hätte man auch besser aussehen können. Aber gut, hauptsache gewonnen. Auf einen Abstiegskampf kann ich echt verzichten…

A.B.: Am Sonntag hätte man nach dem Spiel ja auch meinen können das wir 5:0 gewonnen haben. Ich kann nicht ganz verstehen warum da so gefeiert wird wenn man dermaßen untergeht…

A.C.: Gerade nach so einem Spiel muss man doch der Mannschaft zeigen, dass man zu ihr hält und außerdem muss man doch sich selber auch ein bisschen feiern und dem restlichen Salzburg zeigen, wer die Nummer eins in der Stadt ist…

A.B.: Naja egal, jeder hat so seine Ansichten. Hauptsache wir halten zusammen, denn eins ist klar: Egal wo und wie, die Austria steht über allem, das sollten wir nie vergessen Bruder.
Prost!

Einfach mal zum Nachdenken und irgendwie haben sie beide recht nicht wahr?

Forza Viola!

Derbyzeit!

20. März 2012